Medientechnologe/-in EFZ

Medientechnologinnen und Medientechnologen planen Druckprozesse, führen sie durch und kontrollieren sie. Und sorgen somit dafür, dass die gewünschte Farbe auf Druckerzeugnissen korrekt reproduziert wird.

Rot ist nicht gleich Rot, Grün gibt es in tausend verschiedenen Nuancen. Die Aufgabe von Medientechnologinnen und Medientechnologen ist es, die richtige Farbe im richtigen Ton auf das Druckerzeugnis zu bringen. Dafür prüfen sie Druckformen und -daten. Für den Lehrberuf gibt es drei Fachrichtungen: Print, Siebdruck und Printmediatechnik.

Druckdaten einlesen
Papierbogen entnehmen
Falzmaschine bedienen
Druckmaschine am Leitstand steuern
Druckplatten ausgeben

Facts

  1. Medientechnologinnen und Medientechnologen mit der Fachrichtung Print stellen Druckerzeugnisse ab digitalen oder analogen Daten her;

    • sie kennen die physikalische Wirkung von Farbe, haben ein gutes Auge und ein sehr gutes Farbempfinden;
    • sie arbeiten an einer Bogen- oder Rollendruckmaschine, im Digital-, Offset- oder Tiefdruck;
    • sie kennen die grundlegenden Zusammenhänge der verschiedenen Produktionsbereiche;
    • sie prüfen die Daten der Druckformen und nehmen, wenn nötig, am Computer Korrekturen vor (Farbraumkorrekturen, personalisieren usw.);
    • sie sind verantwortlich für diverse Weiterverarbeitungsverfahren nach dem Druck (veredeln, stanzen usw.).
  2. Medientechnologinnen und Medientechnologen mit der Fachrichtung Siebdruck stellen Druckerzeugnisse ab digitalen sowie analogen Daten oder Vorlagen her;

    • sie kennen die physikalische Wirkung von Farben, haben ein gutes Auge und ein sehr gutes Farbempfinden;
    • sie kennen die grundlegenden Zusammenhänge der verschiedenen Produktionsbereiche;
    • sie bedrucken praktisch jedes Material (Papier, Kunststoff, Metall usw.), von Hand oder an Siebdruck- sowie Digitaldruckmaschinen;
    • sie haben die Möglichkeit, auch dreidimensionale Gegenstände zu bedrucken und zu verarbeiten;
    • sie veredeln Druckerzeugnisse auf Wunsch (lackieren, prägen, stanzen usw.);
    • sie stehen im direkten Kontakt mit der Kundschaft und sind für die korrekte Umsetzung der Farbwünsche verantwortlich.
  3. Medientechnologinnen und Medientechnologen mit der Fachrichtung Printmediatechnik sind die Allrounder der Druckbranche;

    • sie kennen die physikalische Wirkung von Farben, haben ein gutes Auge und ein sehr gutes Farbempfinden;
    • sie kennen die grundlegenden Zusammenhänge der verschiedenen Produktionsbereiche;
    • sie beraten die Kundschaft zu den einzelnen Produktionsschritten;
    • sie prüfen Druckdaten, optimieren diese ggf. und stellen die geforderte Qualität sicher;
    • sie gestalten auf Wunsch einfache Drucksachen selbst;
    • sie führen Digitaldruckaufträge im Klein- und Grossformat aus und verarbeiten sie anschliessend zum Endprodukt.
  4. Die Ausbildung zur Medientechnologin bzw. zum Medientechnologen dauert für alle Fachrichtungen vier Jahre.

  5. Voraussetzung ist eine abgeschlossene Schulbildung auf Stufe Sek 1 (Real- oder Sekundarschule). Weitere Anforderungen:

    • Exakte und saubere Arbeitsweise
    • Flexibilität
    • Konzentrationsfähigkeit
    • Reaktionsvermögen
    • Gute körperliche Verfassung
    • Technisches Verständnis
    • Gutes Farbunterscheidungsvermögen
    • Teamfähigkeit
    • Selbstständigkeit
    1. Fachrichtung Print

      1. Lehrjahr Fr. 600.–
      2. Lehrjahr Fr. 800.–
      3. Lehrjahr Fr. 1000.–
      4. Lehrjahr Fr. 1400.–

      Fachrichtung Siebdruck

      1. Lehrjahr Fr. 500.–
      2. Lehrjahr Fr. 650.–
      3. Lehrjahr Fr. 800.–
      4. Lehrjahr Fr. 950.–

      Fachrichtung Printmediatechnik

      1. Lehrjahr Fr. 650.–
      2. Lehrjahr Fr. 775.–
      3. Lehrjahr Fr. 975.–
      4. Lehrjahr Fr. 1175.–
    2. Was wird geprüft im Eignungstest?

      Geprüft wird je nach Beruf das Leseverständnis, deutsche, französische oder englische Grammatik, Kopfrechnen und schriftliches Rechnen, Geometrie sowie das logische Denken und die Merkfähigkeit. Die jeweiligen Testfragen entsprechen dem Anforderungsprofil des ausgewählten Berufs. Nach der Auswertung des Eignungstest erhalten die Schüler/innen bei erfolgreichem Abschluss ein Zertifikat sowie eine Gesamtbewertung. Damit kann die Bewerbung für eine Schnupperlehre angegangen werden.

      Folgende Fächer werden in den jeweiligen Berufen geprüft:

      • Deutsch Leseverständnis
      • Deutsch Grammatik
      • Mathematik Schriftliches Rechnen
      • Mathematik Kopfrechnen
      • Mathematik Geometrie
      • Allgemeinwissen Realien
      • Allgemeinwissen Merkfähigkeit
      • Allgemeinwissen Logisches Denken
      • Farben und Formen

      Es gibt keine zentrale Druchführung der Eignungsteste. Der Eignungstest kann direkt in einem Betrieb der grafischen Industrie abgelegt werden. In der Regeln wird er im Zusammenhang mit einer Schnupperlehre durchgeführt.

      Zum Login-Bereich für Berufsbildner

    In vier Schritten zum Lehrvertrag

    1. Du erhälst Informationen über unsere Berufe an Berufsmessen, an regionalen Informationsveranstaltungen und bei der Berufsberatung. Weitere Informationen zu den einzelnen Lehrberufen findest du in der Übersicht.

    2. Um dir den Einstieg in den Bewerbungsprozess zu erleichtern, ist es von Vorteil, vor der Bewerbung den Eignungstest (schulischer Wissenstest) zu absolvieren. Anschliessend kannst du der schriftlichen Bewerbung das Zertifikat über den bestandenen Eignungstest beilegen.

      Es gibt keine zentrale Druchführung der Eignungsteste. Der Eignungstest kann direkt in einem Betrieb der grafischen Industrie abgelegt werden. In der Regeln wird er im Zusammenhang mit einer Schnupperlehre durchgeführt.

    3. Nach bestandenem Eignungstest erhälst du vor Ort eine Liste mit Ausbildungsbetrieben aus deiner Region. Die Schnupperlehre dient zur persönlichen Eignungabklärung. Ideal ist eine Schnupperlehre von 3 – 5 Tagen.

    4. Informiere Dich unter www.berufsberatung.ch über das aktuelle Lehrstellenangebot in Deiner Region.

    Weiterbildung

    Die grafische Industrie bietet viele spannende und abwechslungsreiche Weiterbildungsmöglichkeiten.