Das WorldSkills-Team steht

Die SwissSkills 2020 sind vorbei, nun rücken die WorldSkills 2021 in den Fokus. Simona Gier wird die Schweiz bei den Polygrafen vertreten, Nina Manser bei den Drucktechnologen. Trainer sind Roland Studer (Polygrafen) und Janine Widmer (Drucktechnologen).

«Auch 2021 muss eine Medaille das Minimalziel sein!»

Nina Manser an der Druckmaschine, im Rahmen der SwissSkills 2020.

Im Rahmen der Medaillenübergaben für die SwissSkills 2020  wurden die Kandidatinnen und Kandidaten, welche die Schweiz an den WorldSkills 2021 in Shanghai vertreten werden, erkoren. Da ist Simona Gier aus Tübach, die derzeit eine Ausbildung als Polygrafin EFZ bei der Amagoo AG aus Arbon (ehemalige Seelitho AG) absolviert. Nina Manser ist in der Ausbildung zur Drucktechnologien EFZ bei der Trionfini, Satz Druck Verlag AG aus Arbon.

Trainer und Experte von Simona Gier ist Roland Studer aus Solothurn. Der typografische Gestalter ist seit 2013 selbstständig und war an den WorldSkills 2019 in Kazan zum ersten Mal als Trainer und Experte im Einsatz. Die gleiche Funktion bei den Drucktechnologen hat neu Janine Widmer (ehemals Bigler). Sie ist Drucktechnologien EFZ, und gewann als Schweizer Vertreterin in der Kategorie Drucktechnologie, an den WorldSkills 2017 in Abu Dhabi die Bronzemedaille. Seit September 2020 arbeitet sie bei viscom als üK-Instruktorin und sie löst Rolf Wyss ab, der sehr erfolgreich junge Schweizerinnen und Schweizer für die letzten WorldSkills-Wettbewerben vorbereitete.

 

Was auffällt: die beiden Kandidatinnen, welche die grafische Industrie der Schweiz an den WorldSkills 2021 vertreten werden, standen bei den SwissSkills-Wettbewerben nicht zuoberst auf dem Siegertreppchen. Beat Kneubühler, viscom-Ressortleiter Grundbildung erklärt: «Wir haben in den Wettbewerbsbedingungen zu den SwissSkills 2020 klar festgehalten, dass die drei Besten der jeweiligen Kategorien Drucktechnologie und Polygrafie zu den Evaluationsgesprächen eingeladen werden. Dabei ist der Goldmedaillengewinn an den SwissSkills nur eines der Kriterien, welches für die Teilnahme an den WorldSkills zählt. Unsere Vorgehensweise entspricht einer klaren Professionalisierungsstrategie, welche für die Vorbereitung der WorldSkills umgesetzt haben. Wer an einer WorldSkills bestehen will, muss nicht nur sehr gute berufliche Skills aufweisen und Siegeswillen aufbringen, sondern mental stark sein, und in einem internationalen Umfeld, wo Englisch die Arbeitssprache ist, bestehen können. Sehr zentral ist auch das Verhältnis zwischen Kandidat und Trainer/Experte. Genau deshalb führen wir die Evaluationsgespräche durch. Dies immer vor den konkreten Erfahrungen der letzten WorldSkills-Wettbewerbe. Die aktuellen Gespräche waren insofern bemerkenswert, weil wir bei beiden Kategorien ein wirklich starkes Kandidatenportfolio hatten.»

 

Angesichts der sich aktuell verschlechternden Lage rund um Covid-19 stellt sich die Frage, ob die WorldSkills 2021 überhaupt stattfinden können. Beat Kneubühler: «Die Wettbewerbe finden im September statt. Wie wir alle wissen ist China von der Pandemie praktisch nicht mehr betroffen. Und für die Chinesen ist ein Anlass wie die WorldSkills 2021 eine Prestigeangelegenheit. Deshalb rechne ich im Moment damit, dass der Wettbewerb stattfindet. In jedem Fall werden wir für die Vorbereitungsphase alle nur erdenklichen Schutzkonzepte umsetzen.»