Appell an die Post

Die Post erhöht die Preise für Briefe bis 50 Gramm ab Anfang 2022 massiv. Als Transport-Monopolist für solche Produkte schädigt damit die Post die Wettbewerbsfähigkeit der grafischen Industrie massiv. Gleichzeitig schädigt die Post sich selbst. In einem offenen Brief appelliert viscom/print + communication an die strategische Vernunft der Entscheidungsträger und fordert einen Schulterschluss.

Die Post und die grafische Industrie verbinden eine Art Hassliebe. Auf der einen Seite diktiert die Post die Wettbewerbsbedingungen für den Versand in dem für die die grafische Industrie wichtigen A- und B-Postmarkt bis 50 Gramm. Auf der anderen Seite setzt sich die Post äusserst aktiv für die analoge Kommunikation ein und sieht hier eines ihrer künftigen Kerngeschäfte. Die Post ist nicht nur ein Konkurrent, sondern als grosser Kommunikator für analoge Kommunikationsformen hilft sie auch der grafischen Industrie der Schweiz.

viscom/print+communication sind sich bewusst, dass die Verantwortlichen der Post nicht die Ursache dieses Malaise sind. Es ist der Ausfluss politischer Grundsatzentscheide und der Zauderhaftigkeit des Bundesrats, endlich klare Leitlinien zu setzen. Die Führungsspitzen der beiden Verbände und der Post treffen sich schon seit längerer Zeit regelmässig und diskutieren über Problemzonen, aber auch gemeinsame Interessen. Hier muss verstärkt als bis anhin angesetzt werden – im ureigenen Interesse der Post.

Brief an die Post