Ja zur Aufhebung der Teilverbände

An einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung haben die Mitglieder des viscom der Aufhebung der Teilverbände zugestimmt.

94% der abgegebenen Stimmen befürworteten das Vorhaben. Damit werden die Strukturen des viscom weiter vereinfacht und die Kosten um einen sechsstelligen Betrag pro Jahr gesenkt. Parallel dazu entfallen die Mitgliedsschaftsbeiträge für die Teilverbände. Für das Tessin und die Romandie gibt es künftig je ein regionales Komitee (innerhalb der nationalen Verbandstrukturen). Die zweckgebundenen Sektionsvermögen werden an die Sektionsmitglieder ausgezahlt oder in eine autonome Stiftung überführt (Romandie und Tessin).

viscom-Präsident Thomas Schaffter zeigt sich zufrieden mit dem klaren Votum und er versichert: «Regionale Anlässe finden auch weiterhin statt». Auch für viscom-Direktor Thomas Gsponer ist es nach mehreren Strukturreformen mit der Gründung des viscom-Schwesterverbandes print+communication und der Zentralisierung aller nationalen Verwaltungs- und Bildungsstrukturen in Aarau (viscampus) ein weiterer Meilenstein.

Doch es ist nicht der letzte Schritt. Thomas Gsponer: «Wir haben nun viscom als Verband dort, wo wir ihn immer haben wollten. Zuständig für die berufliche Grund- und Weiterbildung und die überbetriebliche Sozialpartnerschaft mit dem GAV. Finanziert wird das alles über den Berufsbildungsfonds (BBF), zweckgebunden Gebühren und dem Vollzugskostenbeitrag. Alles andere, also Wirtschaftspolitik, Lobbying, Kommunikation, Dienstleistungen, Veranstaltungen, wird über den Verband print+communication abgewickelt. Zu diesem Zweck sollen Fachgruppen gebildet werden, die ein wichtiges Scharnier zwischen Mitgliedern und nationaler Verbandsorganisation darstellen sollen. Nach der nächsten ZV-Sitzung vom Früherbst, dürften die ersten Ergebnisse vorliegen, wie wir das umsetzen wollen.»