Änderungen betreffend die Kurzarbeit bzw. die Kurzarbeitsentschädigung

Der Bundesrat hat am 18. Dezember 2020 Änderungen bei der Kurzarbeit kommuniziert.

Gewisse sind bereits beschlossen und treten rückwirkend ab 1. Dezember 2020 in Kraft. Über andere wird im Januar 2021 formell entschieden, die teilweise sogar rückwirkend ab 1. September 2020 in Kraft gesetzt werden sollen. Nachfolgend eine klärende Übersicht  Betreffend die Kurzarbeit bzw. die Kurzarbeitsentschädigung:

Summarisches Verfahren
Das vereinfachte bzw. summarische Verfahren für die Kurzarbeitsentschädigung wird nochmals bis 31. März 2021 verlängert. Für Voranmeldungen und Abrechnungen bitte nur Covid-19-Formulare verwenden

Höhe der Kurzarbeitsentschädigung
Ab 1. Dezember 2020 bis 31. März 2021 wird Kurzarbeit wie folgt entschädigt:

  • Den Arbeitnehmenden mit einem monatlichen Einkommen bis zu CHF 3'470 (im Vollzeitpensum) wird Kurzarbeit zu 100 % (statt 80 %) entschädigt.
  • Den Arbeitnehmenden mit einem monatlichen Einkommen von CHF 3'470 bis 4'340 (im Vollzeitpensum) wird Kurzarbeit mit CHF 3'470 (d.h. zwischen 80 und 100%) bei vollständigem Verdienstausfall (sonst anteilig) entschädigt.
  • Den Arbeitnehmenden mit einem monatlichen Einkommen ab CHF 4'340 (im Vollzeitpensum) wird Kurzarbeit wie bis anhin zu 80 % entschädigt.

Die Kurzarbeit vom 1. Dezember 2020 bis 31. März 2021 kann via eService oder mittels einem neuen Covid-19-Formular abgerechnet werden. Die neuen Formulare sind ab 29. Dezember 2020 zur Verfügung gestellt.

Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung
Es ist vorgesehen, den Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung erneut auf Lernende und Mitarbeitende in befristeten Arbeitsverhältnissen auszudehnen. Der Bundesrat will voraussichtlich am 21. Januar 2021 formell darüber entscheiden.

Karenzzeit, maximale Kurzarbeit
Die Monate mit einem Arbeitsausfall von mehr als 85 % von März 2020 bis und mit März 2021 sollen nicht an die maximal zulässigen 4 Monate angerechnet werden und der monatliche Karenztagsoll rückwirkend auf den 1. September 2020 erlassen werden. Voraussichtlich am 21. Januar 2021 soll formell darüber befunden werden.

Zu beachten: Die Arbeitslosenversicherung wird Ihre Abrechnung nach dem definitiven Entscheid des Bundesrates von sich aus anpassen und Ihnen die Differenz für die Karenztage ausbezahlen. Diesbezüglich besteht für den Betrieb kein Handlungsbedarf.