Welche Auswirkungen haben die Bundesratsbeschlüsse?

Im Zusammenhang mit den am 28. Oktober beschlossenen Massnahmen des Bundesrats zum Eindämmen der Covid-19-Pandemie stellen sich Fragen für die Grundbildung. Hier eine Übersicht.

Berufsfachschulen und üK-Zentren

Gemäss dem Bundesratsbeschluss bleiben die Berufsfachschulen und üK-Zentren weiterhin für den Präsenzunterricht offen. Neu gilt eine Maskenpflicht in den Berufsfachschulen, auch in den üK-Zentren wird die Maskenpflicht umgesetzt. Die Maskenpflicht hilft insbesondere dabei, dass bei einem positiven Befund nicht ganze Klassen in Quarantäne müssen. Dies ist auch für die Betriebe wichtig. Die Unsicherheit über Ansteckungsgefahren in den Schulen hat bereits vereinzelt dazu geführt, dass Betriebe ihre Lernende nicht mehr in die BFS schicken wollten. Dies gilt es unbedingt zu vermeiden, da Bildungslücken minimiert und die Chancengerechtigkeit auch hinsichtlich Prüfungen sichergestellt werden soll. 

Arbeitsgruppe QV Trägerorganisationen

Es geht hier in erster Linie darum, auf der Ebene der Trägerorganisationen Prozesse zu definieren, damit die OdA pro Beruf und gemäss ihrer Besonderheiten so prüfen können, wie es die Situation zulässt. Wichtig ist es aber auch, dass die grafischen Berufe gemäss BiVo geprüft werden können. 

Rekrutierung 

Aufgrund des Bundesratsbeschluss werden sämtliche Berufswahlmessen nicht stattfinden können. Zudem sind die Schnuppermöglichkeiten eingeschränkt (Zugang insb. zu Pflege-/ Altersheime/ Spitäler und/ oder auch Homeoffice erschwert das Schnuppern). Beim Lockdown im Frühling wurde festgestellt, dass insbesondere die Bewerbungen eingebrochen sind. Es gilt all diese Aspekte im Auge zu behalten und Synergien zu nutzen (virtuelle Portale, SwissSkills connect, Online-Berufsberatungen, Kampagne PROLEHRSTELLEN etc.).