Treffen mit Postmail

Unter der Leitung von Präsident Thomas Schaffter traf sich Mitte September 2020 eine Delegation der Verbände viscom und p+c mit der Konzernspitze von Postmail.

 

Im Zentrum des Treffens standen die Fragen der Ausweitung des Tätigkeitsfeldes, die Zusammenarbeit mit den Unternehmen der grafischen Industrie, die Beschaffungspolitik und Printed in Switzerland. Das Gespräch verlief auf einer offenen,  konstruktiven und lösungsorientierten Ebene.

viscom monierte die fortlaufende Ausweitung der Wertschöpfungskette von Postmail und damit verbunden die direkte Konkurrenzierung der grafischen Industrie. Als Beispiele wurde die Publikationslösungen, die Verlagsservices, das Angebot „Werbeflyer“ und Webstamp mit Druck- und Versandservice ins Feld geführt. Postmail betonte, mit keinem dieser Angebote Printunternehmen konkurrenzieren zu wollen. Mit diesen neuen Dienstleistungen wolle man vielmehr Druckaufträge erhalten, zum Druck stimulieren und der Post das Logistikgeschäft sichern. Auf Grund der Diskussion prüft der Verband eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit der Post.

Postmail bekennt sich zum Druckstandort Schweiz und beschafft Drucksachen in der Schweiz. viscom verwies dabei auf die von beiden Räten angenommene Motion Müri, die keinen Handlungsspielraum offen lässt. Ein weiteres Thema war die umweltgerechte Folierung von Zeitschriften, eine Fachgruppe der beiden Verbände wird zusammen mit Vertretern von Postmail eine Branchenlösung suchen. viscom begrüsste die Entscheide des Parlaments zur Medienförderung und betonte, dass Anpassungen der Transporttarife die Wettbewerbsfähigkeit der Branche schmälern, und soll dementsprechend bekämpft werden.