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Antwort von Ulrich Hurni

15.06.2016 - Wenige Tage nach der Zustellung eines Beschwerdebriefes durch viscom-Direktor Thomas Gsponer, hat Ulrich Hurni, Leiter PostMail geantwortet. Das Schreiben im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Gsponer
 
Danke für Ihre Anfrage. Gerne nehme ich zu Ihrem Anliegen wie folgt Stellung.
 
Es gibt zwei wesentliche Gründe, was aus Sicht Post die vorliegende Regelung nötig macht.
Erstens: Die notwendige Infrastruktur zur Weiterverarbeitung der Sendungen muss grundsätzlich vorhanden sein. Fakt ist, dass die Mehrheit der Poststellen schlicht nicht über die nötige Lagerfläche oder über Rampen für LKW’s verfügen. Die Poststellen sind deshalb nur in der Lage kleine Aufträge (gem. der von Ihnen genannten Definition) anzunehmen.
Zweitens und von noch grösserer Wichtigkeit: Die Einhaltung des Leistungsangebots geniesst oberste Priorität. Eine verlässliche, rechtzeitige Flächenentsorgung von der Poststelle in die Briefzentren wäre bei grösseren Mengen pro Aufgabe in den Poststellen nicht mehr sichergestellt. Im Umkehrschluss heisst das, dass wir das versprochene taggenaue Leistungsangebot der PromoPost nicht mehr gewährleisten können. Die Auswirkungen wären sowohl für die Post wie auch für die Druckindustrie fatal, weil das Werbegeld dann potentiell den Weg in andere, verlässlichere Kommunikationskanäle finden könnte. Der Fokus der Post liegt hier somit nicht bei Kosteneinsparungen sondern in der gegebenen Infrastruktur und v.a. in der korrekten Leistungserstellung für die PromoPost Sendungen.
 
Die Aufgaberegelung für PromoPost Sendungen in Poststellen ist nicht neu. Die Post hat in der Vergangenheit immer darauf hingewiesen, dass nur „kleinere Mengen“ in den Poststellen aufgegeben werden können. Seit 2009 (sprich der REMA-Umstellung und der Anpassung des Leistungsangebots PromoPost auf taggenaue Zustellung), unterstützt der PromoPost-Manager die Aufgeber bei der Auswahl der besten Aufgabestelle, damit das Leistungsangebot eingehalten werden kann. Das Gesamtvolumen und das Gesamtgewicht des Auftrags werden ermittelt und aufgrund dieser Werte erhalten sie eine Liste möglicher Aufgabeorte. Die – bis dato nicht eindeutig quantifizierte Aufgabemenge bei Poststellen – führte allerdings immer wieder zu Risiken in der Leistungserstellung für die PromoPost Sendungen, so dass seit 2012 die Aufgabebedingungen konkret quantifiziert und wie heute beziffert werden mussten.
 
Dem Bedürfnis der Aufgeber, dass sie für Eigenleistungen (also den Transport zur empfohlenen Annahmestelle der Post) honoriert werden, hat die Post per 1.1.2015 Rechnung getragen. Es kam zur Einführung der Standortvergütung bei PromoPost-Aufgaben im Brief- oder Logistikzentrum. Für Aufträge, die direkt beim Brief- oder Logistikzentrum aufgeliefert werden, bietet die Post Standortvergütung an. Werden Sendungen beim Briefzentrum direkt aufgeliefert, erfolgt eine Vergütung in Höhe von CHF 4.50 pro 1000 Exemplare. Bei einer Auflieferung in einem Logistikzentrum beträgt die Vergütung CHF 3.00 pro 1000 Exemplare. Massgebend für die Vergütung ist die effektive Aufgabestelle bei der Auflieferung der Sendungen und nicht die in der Auftragsbestätigung genannte Annahmestelle.
 
Mit all diesen Massnahmen hat die Post dafür gesorgt, dass unadressierte Sendungen für die Werbekunden weiterhin attraktiv sind und bleiben was auch die konstanten Mengen in den vergangenen Jahren zeigen, welche der WEMF Publikation zu entnehmen sind).
Gerne weise ich Sie auch noch darauf hin, dass wir uns intensiv für die Reduzierung der Stopp Kleber einsetzen, damit die Auflagenzahlen der PromoPost Sendungen konstant bleiben. Das hat uns  in der Presse im letzten Sommer zahlreiche, z.T. heftige  Reaktionen eingebracht. Von diesen Aktivitäten profitiert nicht nur die Post sondern alle Partner im Wertschöpfungsprozess von unadressierten Werbesendungen.
 
Ich danke Ihnen für Ihr Verständnis, dass die Post aufgrund der genannten Argumentation die Aufgabemengen von PromoPost Sendungen in Poststellen nicht nach oben anpassen kann.
 
Beste Grüsse
Ueli Hurni
 


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